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„Warum ist die Fotografie in Österreich kein freies Gewerbe?“

ist eine der Fragen, die immer wieder an mich als Berufsfotograf herangetragen wird. Nun möchte ich hier versuchen die Frage aus meiner Sicht als „gelernter“ Fotograf zu beleuchten.
Ich gebe zu, ich habe die Lehrabschlussrüfung gemacht, habe dafür 3 Jahre meines Lebens im Betrieb meines Vaters gelernt, dann 2 Jahre in verschiedenen Betrieben Praxiszeit gesammelt, um nach einem weiteren Jahr Schulbank drücken die Meisterklasse für Fotografie mit der Meisterprüfung zu beenden. Gleichzusetzen mit der vollen Berechtigung als selbstständiger Berufsfotograf arbeiten zu dürfen. Damals war es noch viel schwieriger das Gewerbe zu bekommen, lediglich die Meisterprüfung mit den dafür vorgeschriebenen Praxiszeiten war dafür vorgesehen.
Ob ich da schon ein richtig guter Fotograf war, kann ich aus heutiger Sicht klar verneinen. Das zu werden ist ja sowieso eine Lebensaufgabe. Ob ich damals schon mein eigenes Studio hätte leiten können, bezweifle ich ebenso. Dafür mußte ich nochmals 5 Jahre in großen Studios lernen, wie ich den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht werden kann. Erfahrungen die mir halfen meinen Betrieb zu gründen. Und trotzdem war es mir ziemlich willkommen, einen auch wirtschaftlich erfahrenen Fotografen als Partner mit im Boot zu haben.

Und nun, immer wieder die Rufe nach Freigabe des Gewerbes. Dies obwohl ein liberalisiertes Gewerberecht es beinahe für jeden ermöglicht, den Beruf seiner Träume auszuüben. Dafür muss Anwärter oder Anwärterin lediglich ein paar Wochen Zeit und ein paar tausend Euro in eine mehr oder weniger gute Kurzausbildung investieren. Dass diese Kurzkurse die echte betriebliche oder schulische Ausbildung nicht ersetzen können liegt auf der Hand. Ob die dort erworbenen Fähigkeiten ausreichen um als Selbstständiger bestehen zu können, siehe ganz oben…

Ok, es gibt auch durch die digitale Fotografie viele Verbesserungen in der Technik. Die macht es zahlreichen Kamerabesitzern möglich, richtig belichtete und scharfe Bilder auf die Scheiben der Monitore zu zaubern. Diese Leistung ist natürlich ziemlich beeindruckend, ein Lehrling in unserem Betrieb kann das aber ebenfalls schon zu Beginn seiner Lehrzeit wenn er die richtige Kameraeinstellung findet. Was machen die dann für den Rest der 3,5 Jahre ? Ich empfehle Ihnen hierzu die Lektüre des neuen Lehrlingsausbildungsplans für Berufsfotografen, um ein wenig mehr über die hohen Anforderungen unseres Berufes zu erfahren.

Richtig, ich habe an diesem Ausbildungsplan mitgearbeitet. Und auch richtig, das heißt noch lange nicht, dass dabei automatisch gute Fotografen rauskommen.
Aber es heißt zumindest, dass junge Menschen in der Praxis auf ihren Beruf vorbereitet werden und nicht in ein Schwimmbecken gestoßen werden, bevor sie schwimmen können.
Sie merken schon, ich bevorzuge die geregelte Ausbildung, des dualen Berufssystems, die es uns in unseren Betrieben erst möglich macht Mitarbeiter fachgerecht und zielorientiert auszubilden. Diese hat übrigens auch für die Volkswirtschaft Vorteile, werden doch die Kosten der dualen Ausbildung zu 80 bis 90 % von den Betrieben getragen, währenddessen die reine schulische Ausbildung zu 100% von Ihnen, mir und allen anderen Steuerzahlern übernommen wird. Und die rein schulische Ausbildung ist durch die wenigen Plätze in Österreich für viele begabte Kids und deren Familien ein kaum erreichbarer Luxus. Da macht die Lehre beim Fotografen in der Nähe durchaus auch Sinn. Und diese Möglichkeit ist klar in Gefahr wenn keine qualifizierte Ausbildung in den Betrieben möglich ist.

Was haben nun unsere Kunden davon , wenn gut ausgebildete Leute für sie arbeiten ?
Überlegen Sie umgekehrt, welches Licht wirft es auf die gesamte Branche, wenn Ihnen ein Quereinsteiger, dem vielleicht bei seiner eigenen Arbeit langweilig ist , „professionelle“ Fotografie verkauft?
Würden Sie Ihr sauer verdientes Geld für einen weiteren Versuch beim eventuell anderen, besseren Berufsfotografen ausgeben, wenn Onkel Leopold mit seiner digitalen Kamera auch scharfe Bilder machen kann?
Was geschieht dann in Folge mit den Fotografen und Betrieben, die den Unterschied ausmachen ? Die, die regelmäßig in die Ausbildung der Mitarbeiter, neue Geräte, Software und Marketing investieren ? Richtig, die werden es dann ziemlich schwer haben.
Dass es Fotografen und Fotografinnen gibt, die es auch ohne klassischer Ausbildung international geschafft haben ist klar. Die, die ich kenne und sehr schätze, gingen immer einen harten Weg mit Fleiß, Ausdauer und viel Talent.
Nicht alle Menschen sind aber so talentiert und gerade diesen Menschen müssen wir Berufsfotografen eine moderne, zielgerechte Ausbildung ermöglichen. Nur mit dieser Ausbildung werden sich diese Leute zu dem Fundament entwickeln, dass der Fotografenberuf braucht um auch zukünftig als moderner Beruf wahrgenommen und benötigt zu werden.
Und aus diesen Gründen denke ich, dass wir die Zugangsberechtigung zu unserem Gewerbe als Chance begreifen sollten. Als Chance den kommenden Kollegen und Kolleginnen den Unterschied zu vermitteln, der uns Berufsfotografen ausmacht.

Herb Mayr

Helge Kirchberger, Fotografien vom Salzburg Workshop


Hier die beiden Bilder, die Helge Kirchberger während seiner Studioperformance beim ProCine Seminar für österreichische Berufsfotografen in Salzburg fotografiert hat. Für mich besonders spannend war es, Helge bei seiner Arbeit mit Licht über die Schulter schauen zu können. Besonders Julia im 20er Jahre Style ist ein wunderbarer Beweis, dass mit wenigen Lichtquellen verblüffende Resultate erzielt werden können.

These both pictures were taken by Helge Kirchberger during our performance at the Salzburg Pro Photographers workshop. I was totally impressed, how Helge worked with „simple“ lightning and how he arranged the light for different styles.

Weitere Bilder vom Fotografenworkshop mit Reinhard Fasching und Helge Kirchberger

Hier noch ein paar Impressionen vom Procine Workshop für Berufsfotografen in Salzburg. Trotz des Sonntagstermins waren über 50 österreichische Berufsfotografen gekommenen, um die neuesten Arbeitstechniken, Anregungen und Wissen rund um die Peoplefotografie sowie Marketing im Internet zu sehen und diskutieren.

Some more impressions from the Procine photographers workshop in Salzburg. More than 50 Austrian professional photographers spent their free sunday to listen, study and discuss with Helge and Reinhard.

Bilder vom Fotografenworkshop in Salzburg, April 2010

Erste Bilder vom ProCine Fotografen Workshop in Salzburg

Bilder vom Fotografenworkshop in Salzburg, April 2010
Erste Bilder von Helge Kirchbergers Workshop in seinem Studio in Salzburg.
Bereits während des Workshops mit Helge Kirchberger und Reinhard Fasching wurden erste Bilder von Helges Super Vortrag am Vormittag ins Netz gestellt. Internet Marketing für professionelle Fotografen war ein Teil des Vortrages von Reinhard Fasching, bei dem er neben den Funktionalitäten von WordPress, Joomla und Co auch auf Suchwortoptimierung / SEO und den Umgang mit Google einging.

Fotografen Workshop mit Helge Kirchberger und Reinhard Fasching in Salzburg

Helge Kirchberger und Reinhard Fasching, Pro Fotografen Workshop

Procine workshop in Salzburg


Heute, pünktlich um 09:30 startet der Fotografen Workshop Peoplefotografie und Internet Marketing in Helge Kirchbergers Studio in Salzburg. Diese Veranstaltung wird von Procine in Dornbirn veranstaltet.
Helge wird seine Arbeitsweise in der Peoplefotografie am Vormittag den rund 50 angemeldeten österreichischen Berufsfotografen präsentieren. Am Nachmittag wird Reinhard Fasching zuerst die Möglichkeiten des Internetmarketings für Fotografen beleuchten. Danach wird auch er im Workshop eine modische Bildstrecke fotografieren. Bilder von der Veranstaltung folgen wenn alles klappt schon während der Veranstaltung.
Der Workshop ist schon seit einigen Wochen ausverkauft, wird aber vermutlich wegen der extrem großen Nachfrage bald wiederholt.

Today, at 09.30am the professional photographers workshop with Helge Kirchberger and Reinhard Fasching starts in Salzburg. Austrian Top Color Lab Procine is the organizer of the event. Both photographers present their personal art of work and new perspectives in internet marketing for more than 50 Austrian photographers in Helges Studio in Salzburg. The workshop is sold out, but will be rearranged in a few month.